Geschlechtergerechte Unternehmenskultur durch Recht?
Frauen gehen weniger häufig einer Erwerbsarbeit nach als Männer, arbeiten häufiger in Teilzeit, in prekären und atypischen Beschäftigungsverhältnissen. Und sie sind unterrepräsentiert in Führungspositionen. Trotz besserer Bildungsabschlüsse von Mädchen und Frauen ist der Arbeitsmarkt hierzulande stark geschlechtshierarchisch segregiert. Immer noch gibt es einen Gender Pay Gap, einen Gender Care Gap und Gender Pension Gap. Im europäischen Ländervergleich schneidet Deutschland bei diesen Indikatoren besonders schlecht ab. Schuld sind nicht zuletzt Strukturen in den Unternehmen, die echte Gleichstellung behindern.
In der 19. Folge von „Justitias Töchter – der Podcast zu feministischer Rechtspolitik“ geht es darum, wie und ob Recht dazu beitragen kann, diese Strukturen zu ändern. Der Deutsche Juristinnenbund e.V. hat unlängst eine innovative Konzeption für ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft vorgelegt. Über Ideen dieser Konzeption sprechen die Moderatorinnen, die Juristinnen Selma Gather und Dr. Dana-Sophia Valentiner, mit der Arbeitsrechtlerin Dr. Isabell Hensel. Es geht um die Verpflichtung zur Selbstverpflichtung und die Frage, wie und ob mit Recht auch der Mentalitätswandel bewirkt werden kann, der für eine geschlechtergerechte Unternehmenskultur notwendig ist.
In den feministischen Fundstücken werden dieses Mal zwei Persönlichkeiten, ein Buch und ein Dokumentarfilm empfohlen.