Justitias Töchter. Der Podcast zu feministischer Rechtspolitik

Justitias Töchter. Der Podcast zu feministischer Rechtspolitik

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:02: Ein Podcast des deutschen Juristinnenbundes.

00:00:30: Herzlich willkommen zur sechzigsten Folge von Justizias Töchter, der Podcast zur feministischen Rechtspolitik!

00:00:35: Wir sind mittendrin im Sommer und haben heute eine besondere Folge für euch nämlich eine Personality-Folge die wir schon vor einiger Zeit aufgenommen haben Bevor wir euch gleich erzählen, mit wem wir da gesprochen haben.

00:00:48: Vielleicht zunächst einmal wie immer wer sind wir eigentlich?

00:00:50: Mein Name ist Dana Valentina.

00:00:52: ich bin Juristin aus Hamburg und spreche bei Justizias Töchter über feministische Fragestellungen zum Recht, über feministisch Rechtspolitik und auch mitspannenden Frauen im Recht Mit meiner lieben Kollegin Selma Gata.

00:01:05: Ich bin Juristerin Karlsruhe Genau, Salman.

00:01:07: Wir haben letztes Jahr beim Bundeskongress des Deutschen Juristinnen im Bundes ein Gespräch aufgezeichnet mit einer herausragenden Juristin nämlich mit Dr.

00:01:17: Christine Hommann-Denhardt.

00:01:18: So ist es sie, wir haben gesprochen vor allem über ihren Werdegang denn der ist spannend!

00:01:23: Sie war sowohl in der Spitzenpolitik unterwegs, sie war Bundesverfassungsrichterin und zuletzt dann auch noch Vorständig in der Wirtschaft hat also wirklich einiges gesehen.

00:01:33: Überall das haben wir mit ihr gesprochen und wir wünschen euch viel Freude beim Hören des Gesprächs.

00:01:57: Damit ist freilich nur angedeutet, mit was für einer besonderen Persönlichkeit wir heute die Ehre haben zu sprechen.

00:02:02: Ich möchte Sie erst einmal begrüßen.

00:02:03: herzlich willkommen Frau Humann-Denhardt!

00:02:05: Herzlichen Dank dass Sie mich eingeladen haben.

00:02:08: Wir freuen uns sehr das es zustande kommt.

00:02:10: Dr.

00:02:10: Christine Humann Denhardt ist in Leipzig geboren worden hat in Tübing studiert und in Hamburg das zweite Staatsexamen abgelegt.

00:02:18: Es folgten eine ganze Menge an Stationen In der Wissenschaft.

00:02:22: da promovierte.

00:02:22: sie Startete anschließend in Hessen eine Karriere als Richterin in der Sozialgerichtsbarkeit, war auch relativ schnell Direktoren des Sozialgerichtes in Wiesbaden.

00:02:32: Es folgte wenig später dann schon der Wechsel in die Politik – ab deiner Zeit kam es aus dem Jahr und neunzehntig, zunächst als Justizministerin in Hessen und dann von deinerzeit vor neunzentfünfundneunzig bis zu neunzenhundertneunzehn als Ministerin in den Bereichen Wissenschafts- und Kultur.

00:02:47: Von dort!

00:02:49: Nahtlos ging es weiter.

00:02:50: Zurichterin des Bundesverfassungsgerichts ernannte und war dort von Ninzehundertneinundneunzig bis Zweitausendelf in Karlsruhe im ersten Senat, und dort eben unter anderem zuständig für das Familienrecht.

00:03:04: Nach der Zeit an Karls Ruhe ging es in die Privatwirtschaft – das haben wir auch gerade schon kurz gehört – zunächst als Vorstandsmitglied bei der Daimler AG mit der Zuständigkeit für das Ressort Integrität und Recht und dort ebenfalls im Zusammenhang mit dem Abgas-Skandal in dem Ressort Integrität und Recht beschäftigt.

00:03:30: Darüber wollen wir genauer sprechen, und freuen uns sehr dass wir das hier heute tun können!

00:03:36: Wir haben es gehört, Sie haben im Verlauf Ihres Lebens höchste Ämter begleitet und zwar in verschiedenen Bereichen der Justiz, in der Politik dann auch in der Privatwirtschaft.

00:03:45: Uns fällt es schwer uns vorzustellen dass sie das so geplant haben.

00:03:50: Deswegen ist unsere erste Frage an Sie als Sie damals anfingen Jura zu studieren hatten Sie da schon eine Vorstellung davon wo die Reise hingeht oder mit welcher Motivation Intention vielleicht auch Vision sind Sie in dieses Jurastudium reingegangen?

00:04:02: Nein, konkrete Vorstände hatte ich überhaupt nicht und schon gar nicht eine Karriereplanung.

00:04:07: Ich sag das auch immer, Jungluristin plant nicht sondern haltet die Augen offen.

00:04:13: Sucht nach Sachen, die euch motivieren wo ihr auch voll reingeht mit eurer Power Und dann wie gesagt haltet sie Augen offen wenn sich Gelegenheiten bieten.

00:04:24: Manchmal ist es ja auch überraschend und auch über Zufall.

00:04:27: nein ich komme aus einem Haushalt, einem Elternhaus.

00:04:32: Da kann ich mich auch über Generationen nach hinten nicht erinnern, dass irgendjemand Jurist war oder Juristen.

00:04:38: Als ich dann aber äußerte... Ich will Jura studieren!

00:04:42: Da waren die meisten in meinem Umfeld Du willst Jura studieren als Mädchen?

00:04:48: Wir waren als Studierende wirklich noch sehr, sehr rar gesät.

00:04:53: Unter hundred-achtzig Studienanfängern, als ich im Tübingen anfing zu studieren, waren wir fünf Mädchen.

00:04:58: Das fällt auf der einen Seite auf aber sie sind auch sehr allein Denn die Fünf gehen ja nicht immer gemeinsam irgendwo hin Sondern in Seminaren war ich immer alleine Und man wurde auch nie vollgenommen.

00:05:09: Ein Professor sagte mir, das war so am Ende des ersten Semesters und sagte, Mädchen, Sie sind doch hübsch.

00:05:17: Studieren Sie was anderes?

00:05:19: Sie vermännlichen

00:05:20: sonst?".

00:05:21: Also das hat er wirklich gesagt!

00:05:22: Und ich war damals aber nicht so, dass ich gleich schlagfertig darauf antworten konnte... Ich war entsetzt und enthört innerlich, aber ich habe mich nicht getraut da etwas dagegen zu halten.

00:05:32: Aber es lockte mich also weil die Leute sagten, das macht man als Frau oder als Mädchen nicht.

00:05:38: Habe ich gedacht doch extra.

00:05:40: Also das war so ein Wiederpart und so bin ich zum Jurastudium gekommen und kann nur sagen, je mehr ich mich da hineingekniet habe – und es war ja eine Zeit, ich hab im Wintersemester' sixty-neunzig begonnen zu studieren – dann gab's viele politische theoretische, sonstige Auseinandersetzung nicht nur Demos.

00:06:03: Sondern wir haben uns natürlich auseinandergesetzt damit dass in der ... im Senina, in Tübing ja bestimmt die Jahrgänge der NJW weg waren also die ganze ab dreiunddreißig bis fünfundvierzig war an die Bücherregale leer.

00:06:19: Die sind nicht vernichtet worden aber sie sind weggesperrt worden und das waren so Punkte Studiumreformen Fragen auch damals schon die bewegt haben die mich auch sehr interessiert haben.

00:06:30: Wir haben damals mit Demonstrationen Gruppenarbeiten durchgesetzt und das wurde natürlich mit Entsetzen beantwortet seitens nicht aller, aber... der meisten Professoren.

00:06:42: Wir haben Alternativvorlesungen gemacht und entwickelt, also es war eine turbulente aber auch sehr lehrreiche Zeit und in dieser Zeit fand ich eigentlich immer spannender das ist auch so geblieben bis heute dass ich Jura etwas sehr spannendes halte.

00:06:57: man muss damit umgehen mit dem Recht und nicht nur sagen das ist irgendwas abstraktes da oben hängt und dann muss sich das subsumieren oder so sondern recht ist Selbstgestaltung Und mit Recht kann man auch gestalten.

00:07:11: Das hört sich so an, als wären sie ja auch schon während der Studienzeit politisch sehr interessiert gewesen.

00:07:17: Hochschulpolitisch auch engagiert.

00:07:18: Wenn man so von außen auf den Lebenslauf schaut dann die Promotion.

00:07:21: da kann ich mir auch vorstellen dass da jetzt auch nicht plötzlich viel mehr Frauen waren in Frankfurt als vielleicht vorher im Studium.

00:07:27: Dann die Karriere am Gericht und dann ging es ja auch relativ schnell schon in die ganz aktive Politik.

00:07:33: Also haben Sie vorher schon auch während des Studiums das politische Engagement so aufgebaut.

00:07:38: oder wie kann man sich das vorstellen?

00:07:39: begonnen habe ich erst mal mit einem Protest gegen etablierte Parteien.

00:07:47: Ich komme aus einem sozialdemokratischen Haushalt, und zwar auch vom Großvater

00:07:53: usw.,

00:07:54: der auch verfolgt wurde.

00:07:55: deshalb im Dritten Reich und hab gesagt damit will ich nichts zu tun haben war dann in verschiedenen Gruppierungen aber eher so Klubvoltaire und Politik- und Kultur gemischt.

00:08:10: Dann gab es in den Siebzigerjahren durchaus große Reibereien zwischen, ich sag mal, den linken Gruppierungen.

00:08:19: Da sind auch manche eingegangen und manche wurden sektiere.

00:08:23: und dann war da Willy Brandt Und der hat mich dazu gebracht, in die SPD einzutreten.

00:08:29: Weil dich das was er so sich auf die Fahnen geschrieben hatte und wie überzeugend er es rübergebracht hat, das hat mich begeistert.

00:08:36: Und dann habe ich gesagt irgendwo musst du dich politisch orten!

00:08:39: Man sollte ein politischer Mensch sein.

00:08:41: Das war damals schon meine Auffassung und das war auch so der Punkt dass ich gesagt hab ok dann gehe ich da rein und fand's gut sich politisch zu engagieren und ich finde immer... wichtig, dass das Leute machen und finde es schade, dass aufgrund des Misstrauens und sicherlich auch Grund von Handlungen der Parteien selber so wenig jungen Menschen mehr in die Parteien gehen.

00:09:05: Und ich sage immer ja es gibt keine Partei, die man sich backen kann.

00:09:09: also das ist nicht irgendwas wo man jedes mal sagt oh toll oder so sondern auch sowohl wenn man verzweifelt uns auch wie könnt ihr eigentlich nur solche Beschlüsse fast?

00:09:18: aber man muss sich klar werden tragen mit unsere Parlamente.

00:09:24: In den Parlamenten wird die Musik, die Gesetzesmusik gemacht.

00:09:28: Wenn man da nicht reingeht und wenn Frauen da nicht rein geht dann kann sich da auch nichts verändern sondern dann bestimmen andere darüber und deshalb finde ich so wichtig sich auch politisch und auch parteipolitisch zu engagieren.

00:09:42: Das heißt, ihr parteipolitisches Engagement reicht weiter zurück.

00:09:45: Wir haben an der Wissenschaft gewürgt und haben sich dann aber dennoch erst mal entschieden Richterin zu werden.

00:09:50: Parteipolitisch aktive Richterin, aber erstmal Richterin.

00:09:52: Und es folgte ja dann ein paar Jahre später, der wechselt tatsächlich in die Berufspolitik, sag ich mal.

00:09:58: Ich war zwei jahrelang Stadträterin in Frankfurt, also Dezernentin für Jugendsoziales- und Wohnungswesen.

00:10:07: Da hatte ich schon etliche Jahre als Sozial... Richterin hinter mich gebracht.

00:10:12: und es interessierte mich, als ich gefragt wurde ob ich das machen wollte.

00:10:17: Da habe ich gedacht Mensch mal zu erfahren wie ist das mit der Umsetzung von Recht?

00:10:22: Was kann man so machen?

00:10:23: Welche Varianten hat man?

00:10:25: Welchen Probleme gibt's da?

00:10:27: Und die kann man gestalten.

00:10:28: Als Richter gestaltet man natürlich auch durch die Entscheidung.

00:10:32: also man trifft Entscheidungen und dass hat Folgen für Leute.

00:10:35: aber in einer Stadt Sozialpolitik zu betreiben Komm ja aus dem Arbeits- und Sozialrecht, das fand ich schon faszinierend.

00:10:43: Als ich dann von Hans Eichel gefragt wurde ob ich denn Justizministerin bei ihm werden würde oder erst mal natürlich in die Mannschaft aufgenommen werde oder Mann und Frau schaft, da hab' ich gesagt okay mach ich!

00:10:59: Natürlich nicht gleich immer so spontan sondern es überlegt man sich schon.

00:11:03: aber das war auch nicht geplant, sondern Gelegenheit, die an mich herangetreten ist.

00:11:09: Wo ich ja gesagt habe.

00:11:11: Sie haben gesagt Herr Eichel ist dann auf sie zugekommen hat sie gefragt ob sie ins Kabinett kommen.

00:11:16: hatten sie denn das Gefühl dass gerade so in diesem Bereich der Politik das für sie eher hinderlich oder vielleicht sogar förderlich war?

00:11:23: Dass sie eine Frau waren und vielleicht einer der wenigen Frauen Und sicherlich natürlich auch eine besonders fehlige frau?

00:11:29: aber Ja also wie ist da ihr Blick drauf?

00:11:32: Das kann man nicht mit Ja oder Nein beantworten.

00:11:35: Das kommt auch immer auf Personen an, also ich habe durchaus Situationen erlebt wo ich wirklich diskriminiert wurde Auch in der Gerichtsbarkeit.

00:11:46: Es gab aber damals einen Präsidenten des hessischen Landessozialgerichts und der positiv eingestellt war im Hinblick auf Frauen und Frauenförderung Und so hat er gesagt ob ich mich nicht bewerbe für diese Stelle.

00:12:02: Und so bin ich das geworden und wurde damit, aber es muss man sich mal vor Augen führen die erste Dienstaufsichtsführende Richterin in Hessen.

00:12:11: Das heißt also vor mir gab's keine Frau, die ein Gericht geleitet hat?

00:12:17: In der Leitungsfunktion am Gericht und auch dann später im Kabinett, in dem paritätisch besetzten Kabinet ist das an sie herangetragen worden.

00:12:25: von außen diese Idee ja Sie sind jetzt hier als Quotenfrau Das Stichwort kennt man ja.

00:12:31: Und es gibt da viele Frauen, die damit umgehen und sagen, sie wollten keineswegs eine Quotenfrau sein.

00:12:37: Sie wollten wegen ihrer Fähigkeiten genommen werden.

00:12:40: Ich kann mit solchen Vorbehalten nichts anfangen weil ich die Erfahrung gemacht habe.

00:12:46: Man ist am Anfang vielleicht Quoten-Frau und wenn man sich nicht bewährt dann bleibt man Quoten Frau.

00:12:53: Wenn man sich aber bewährt, dann ist das relativ schnell weg.

00:12:56: Also wenn man Akzeptanz findet und die Leute mitnehmen kann, sie auch mitziehen.

00:13:02: Dann ist das kein Thema mehr.

00:13:04: Insofern sollten Frauen damit souveräner etwas umgehen?

00:13:08: Ich glaube Sie machen das heute auch so.

00:13:10: Das Thema Quotenfrau ist nicht mehr im Gespräch wie damals.

00:13:14: Sie streiten ja auch inhaltlich für eine Quote, nämlich im Bereich der Parité, also der politischen Gleichberechtigung.

00:13:20: Warum ist es heute noch notwendig, dass wir weiter für so eine Parité-Regelung und die Politik streiten?

00:13:27: Gucken sie sich den Artikel drei Absatz zwei an!

00:13:30: Da stand drin Männer und Frauen sind gleichberechtigt.

00:13:34: Damit ist für Juristen jedenfalls und auch für die Bevölkerung eigentlich alles gesagt.

00:13:39: Und das war auch klar... alle Bereiche des Lebens, der Politik in der Gesellschaft und so abdecken sollte.

00:13:47: Und das natürlich in den Worten sie sind gleichberechtigt.

00:13:52: nicht ein Bild der Wirklichkeit gegeben wurde sondern ein Impetus das herzustellen.

00:13:59: Gleichberechtigung dass Frauen und Männer wirklich gleichberechigt sind so aber das wurde ja immer bestritten.

00:14:05: diese zweite Punkt, dass man auch was tun muss damit Männer und Frauen gleichberechtigt sind.

00:14:11: Ich war Mitglied der Gemeinsamen Verfassungskommission von Bund und Ländern damals nach der Wiedervereinigung wo es darum ging eine gemeinsame Verfassung auf der Basis des Grundgesetzes zu schaffen, sag ich jetzt mal.

00:14:25: Weshalb wir dann dafür eingesetzt haben das der Artikel drei um einen zweiten Satz ergänzt wird damit auch dieser Bereich Förderung und Herstellung nicht von den Juristen, den Verfassungsrechtlern attaktergelegt wird unter dem Gesichtspunkt.

00:14:43: Das steht da aber nicht drin.

00:14:44: Das geht nicht.

00:14:45: also gleich ja, aber nicht Herstellung ne?

00:14:47: Also eine ungleichen Situation so das haben wir damals durchgesetzt in einer Form In einem Satz der Ja akzeptabel ist Aber nicht so wie wir es eigentlich wollten denn der Streit ja nicht beendet, dadurch gewesen.

00:15:04: Sondern mit juristischer Rabbulistik wurde immer wieder erklärt auch dieser Satz führt ja nicht dazu dass man sich da so groß anstrengen muss.

00:15:14: ich habe schon damals über Quoten geschrieben weil ich gesagt habe diese Herstellung muss erfolgen und diese Thematik zieht sich ja durch bis heute und bis hin zu Argumenten die gegen Die Forderung, dass Frauen auch gleichberichtig dem Parlament sitzen sollen, gesagt wird das gegen die Demokratie verstoßen würde.

00:15:41: Da habe ich gedacht ne jetzt kannst du deinen Mund nicht mehr halten also das geht nicht... Das ist ja irrewitzig!

00:15:47: Also da haben die Frauen über Jahrhunderte lang um ihre Rechte gekämpft und dann haben sie das Wahlrecht bekommen.

00:15:59: Und zum Wahlrecht gehört nicht nur, dass wählen können sondern auch, dass gewählt werden können und das war der Ursprung unserer Demokratie auch die da entstanden ist.

00:16:09: Das gehörte zusammen denn Demokratie heißt Volksherrschaft und zum Volk gehören die Frauen genauso wie die Männer.

00:16:16: also sollen sie auch mit entscheiden und nicht nur ein Kreuzchen irgendwo machen können.

00:16:22: Dass jetzt gesagt wird dass wenn die Frauen so eine Forderung erheben, das doch irgendwie dafür Sorge getragen werden sollte.

00:16:29: Mit welchen Mitteln?

00:16:30: darüber kann man sich streiten?

00:16:31: Mit welchem Mitteln auch immer.

00:16:33: aber, dass sie besser vertreten sind in unserem Parlament als derzeit der Fall ist und das soll dann gegen die Demokratie verstößen weil Frauen eine Gruppe sind.

00:16:44: Und Gruppen bedeuten ja, wenn man die alle zulässt ein Ständestart wieder zu errichten.

00:16:50: Das is richtig!

00:16:51: Kampagnen gegen Frauenrechte, die da aufgebaut wird.

00:16:54: Und das war der Grund, weshalb ich mich dann da eingesetzt habe und gesagt habe also da muss man juristisch Flankengeschutz geben.

00:17:03: aber es geht gar nicht dabei um einen reinen juristischen Streit und verfassungsrechtliche Interpretation sondern es geht darum dass Frauen genauso wie sie damals das Frauenwahlrecht erkämpft haben sagen wir wollen jetzt endlich In der Wirklichkeit so ist.

00:17:22: Ich glaube, dass es eine Forderung, die sehr berechtigt ist.

00:17:25: Das Thema Parität ist für mich einfach eine Kern feministische Forderungen.

00:17:30: Ich erlebe sie sehr feministisch.

00:17:32: sind Sie Feministern?

00:17:33: Ich habe immer dazu gesagt also ich stehe zur Gleichberechtigung und wenn man mich Feministin nennt dann fühle ich mich geehrt.

00:17:41: das ist für mir kein Schimpfwort sondern ein positives Wort.

00:17:45: ja und so ist es.

00:17:47: Sie sind ja dann aus der Politik im Ans-Bundesverfassungsgericht berufen worden, als eine Person die ja stark politisch gedacht hat.

00:17:54: Auch in Politischen in Erscheinung getreten ist und eine Frau war.

00:17:57: Und da wollen wir jetzt auch noch mal einen kleinen Schwerpunkt legen weil sie waren zuständig für das Familienrecht.

00:18:01: Mich würde erst mal interessieren... Dann ist es so dass man sich nicht aussuchen kann wovon man zuständig ist am Bundesverfassungsgericht.

00:18:09: Wir konnten uns nicht ganz rekonstruieren aber sie waren von Anfang an zuständig fürs Familienrecht.

00:18:14: Waren sie damit glücklich?

00:18:16: Ja, kann ich so sagen.

00:18:19: Erstens mal wusste ich ja das jedenfalls der erste Senat in der Tradition stand und die praktiziert hat dass ein Richterstuhl der frei wird wieder mit dem Nachfolger oder der Nachvölkerin besetzt wird.

00:18:32: also das ist keine Rotation in den Aufgaben.

00:18:35: Insofern war mir klar, dass das Familienrecht sein würde.

00:18:39: Mir war vorher klar, meine Scherkunkte besetzbaren also Sozialrecht und Arbeitsrecht.

00:18:46: Und das Familienrecht war etwas, wovon ich mit Blick vom Sozialrecht auf das Familienrecht schon etwas vertraut war.

00:18:56: aber ich war kein Familienrechtler – und bin es nachher auch nicht!

00:19:00: Ich war zum Zweiten auch deshalb sehr froh und auch ein bisschen stolz ohne dass ich da Verdienst daran hatte.

00:19:08: Der Stuhl, auf den ich kam, war ein Stuhle der von ersten beginnend das Bundesverfassungsgericht mit einer Frau besetzt war und auch für das Familienrecht.

00:19:18: Und das Familienrecht ist politischer als viele andere Rechte, Sozialrecht im Übrigen.

00:19:23: auch von Juristen wurden solche Bereiche oft so rümpfend als ein bisschen minderwertig, also Verwaltungs-Rechtsstaatzeit.

00:19:33: Das ist alles was Herres, was natürlich total falsch ist gerade diese Bereiche jeden Menschen nicht nur... in der Bundesrepublik, sondern überall tangieren.

00:19:44: Und weil sie abhängig sind auch vom gesellschaftlichen Wandel und Fortschritt.

00:19:50: Das sind ja Rechtsmaterien die nicht ehren sind.

00:19:53: Wir haben zwar immer noch ein BGB das auch verändert wurde jedenfalls im Familienrechtlichem Teil sehr häufig.

00:19:59: aber wo man sagt okay da muss man subzumieren und dann die Verhältnisse unter die Kategorien die abstrakten Kategoren bringen Familien und soziale geht das so nicht, weil es muss umgesetzt werden.

00:20:15: Und es muss irgendwie auch regeln und befrieden die gesellschaftliche Wirklichkeit.

00:20:22: Das ist auch das politische an diesem Recht.

00:20:26: Deshalb ist es auch spannend!

00:20:30: Ja, ich würde vielleicht nochmal den Blick auf die Zeit nach Karlsruhe richten wollen.

00:20:34: Da sind sie ja dann auch im Prinzip mehr oder weniger nahtlos in die Privatwirtschaft gegangen.

00:20:39: Vom Schniewittchen-Synat könnte man sagen in dem Schniewettchenvorstand denn das was auf jeden Fall gleich war war dass die eine Frau unter sehr vielen Männern waren und bei Daimler... Die erste Frau überhaupt im Vorstand dort?

00:20:53: Wie kam es?

00:20:55: Und was hat sie auch gereist an der Tätigkeit?

00:20:57: Sie haben ja im Prinzip dann dort eine Compliance-Funktion übernommen in diesem Vorstand.

00:21:01: Das war ja bestimmt auch in Karlsruhe nicht wenig anstrengend, was hat sich motiviert zu sagen Ja das mache ich.

00:21:06: Also wie kommt es dazu?

00:21:08: Auch so ne Mischung aus Zufall und vielleicht auch das was man mitbringt da ich ja in Hessen Wissenschaftsministerin war und danach Karlsruhe ging, er hat die dortige Universität bei mir angeklopft ob ich in deren Universitätsrat gehe.

00:21:26: Dort war die Satzung so dass sie nur Externe haben wollten in den Universitätersrat.

00:21:33: Ich habe dann gesagt ja ähm... Die Uni liegt auch nicht weit entfernt vom Gericht.

00:21:39: da war auch Dieter Zetsche drin!

00:21:42: Ich war insgesamt zwölf Jahre dann in dem Universitätsrat immer wieder so gewählt und so weiter.

00:21:50: Und dadurch haben wir uns kennengelernt!

00:21:53: Und er war ja einer der ganz wichtigen Figuren bei Daimler auch aus der Gründerfamilie, ne?

00:21:59: Ja zu der damaligen Zeit war er im Rahmen Daimlers Kreisler.

00:22:03: Der Kreislerschef also der Daimlar-Kreislerschef in den USA.

00:22:07: Er war aber regelmäßig bei den Sitzungen daher kannten die uns.

00:22:11: ich war in meinem letzten halben Jahr, kann man sagen.

00:22:15: Noch im Gericht und dann kam Herr Zetsche eines Tages zu mir und fragte mich ob ich vielleicht zu Daimler kommen könnte.

00:22:26: Ich war völlig perplexe und habe dann als erstes gefragt als was denn?

00:22:31: Hatten Sie denn eine Vorstellung schon davon, was man da eigentlich so macht in so einem Vorstand?

00:22:35: also bei mir geht es so wir haben das lange über die Station gesprochen bisschen schon kenne.

00:22:40: Aber so als Juristin, das ist ja gar nicht mehr Teil eines traditionellen juristischen Karrierewegs sondern hatten Sie eine Vorstellung davon was da eigentlich in so einem großen Unternehmen im Vorstand was da wieder so aussieht?

00:22:52: Natürlich gibt es andere Akzente und so weiter.

00:22:55: aber vom Prozedere also ist ein Kabinett nicht so unterschiedlich zu einem Vorstand.

00:23:01: Auswirkungen an das, Strenge an das.

00:23:04: Ein Kabinett hat noch das Parlament.

00:23:07: Das hatten Vorstand nicht.

00:23:10: Es gibt Unterschiede, ich würde es nicht gleichsetzen aber die Mechanismen sind ähnlich.

00:23:16: Ich habe dann gefragt als was?

00:23:18: Weil mir so durch den Kopfschoss beratend will ich nicht tätig sein.

00:23:23: Also das ist immer irgendwie ein völliges Feigenblatt.

00:23:27: Und dann sagte er Vorstand.

00:23:30: Da bin ich aus allen Wolken fast gefallen und hab dann gefragt, was und wie?

00:23:35: In welchem Kontext?

00:23:36: Dann kam das mit dem Recht

00:23:39: usw.,

00:23:40: natürlich habe ich nicht gleich spontan ja gesagt weil auch dass erst mal verdauen musste.

00:23:46: Ich hatte mich aber schon... Also es gab zwei Gründe.

00:23:52: Es hatte mich schon lange beschäftigt die Frage Wie kann ich bei immer mehr Supranationalität und damit einen Machtverlust von nationalen Parlamenten?

00:24:08: Wie kann da noch sichergestellt werden, weil denn all diese ins globale bandenden Systeme – das ist nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Wissenschaft.

00:24:22: Die schafft sich eigene Regeln!

00:24:24: Und wie kann ich, wenn ich die nicht mit irgendeinem Weltparlament das es nicht geben wird?

00:24:29: Nicht irgendwie einfangen kann.

00:24:31: Wie kann ich trotzdem es schaffen in diese Einheitenkondlomerate bestimmte Pflöcke einzusetzen?

00:24:39: Nämlich menschrechtliche Pflücke verfassungsrechtliche pflöcken und Das war der Punkt wo ich sagte dass ist einen weltweit operierenden Konzern Der hat seine Regeln.

00:24:51: und wie kann man das machen?

00:24:52: Also wie geht das auch mit dem Ansporn, dass unter den Stichwort Integrität Compliance oder so?

00:25:01: Ist das ja ein Anknübbang.

00:25:03: Dann hatte ich keine Angst.

00:25:05: Ich habe gesagt, ich soll ja keine Autos bauen.

00:25:08: Ich soll ja irgendwie recht dort so etablieren, dass man sich daran hält und ich hatte dann auch durchaus Vorstellungen, das machen könnte, anders als diese amerikanischen Compliance-Sicherungssysteme.

00:25:30: Wo alle sich eingezängt fühlen sondern wie kann man die Leute mitnehmen und sagen dass es sinnvoll ist für euch sinnvolles bis Unternehmen sinnvoll usw.

00:25:39: Also das war der Ansporn und wie gesagt ich bin kein Ingenieur aber Leitungserfahrung mit größeren Einheiten.

00:25:50: Jetzt nicht mit so vielen, bei Daimler waren es dreihundert so und zu viel tausend.

00:26:00: Und bei VW dann sechshundertfünfzig oder achtzig weiß die damalige Zahl nicht mehr genau.

00:26:06: Aber trotzdem also wie Leitung funktionieren kann, wie man umgeht mit den Leuten die da arbeiten.

00:26:15: Mit Hierarchien.

00:26:16: Wie holt man sich sein Wissen?

00:26:18: Wie motiviert man auch dort die Leute und so weiter?

00:26:21: Da hatte ich ja durchaus schon Erfahrung hat und deshalb habe ich gesagt toll das wagst du als ich bei Deimler ja mit deren Einvernehmen ausgeschieden bin und dann zur VW zu wechseln.

00:26:38: Also einen Vernehmen, weil die gesagt haben, die haben mich entlassen ohne dass ich das Karrenzjahr hatte sonst hätte es ja VW nicht helfen können.

00:26:47: und die haben gesagt Ja wir finden es zwar nicht gut, dass du gehst aber das ist nicht nur ein Problem von VW Sondern das betrifft also vom Image und von all dem die gesamte Automobilwirtschaft.

00:27:02: Und deshalb lassen wir dich ziehen, wenn sie dich haben

00:27:04: wollen.".

00:27:05: Und ganz kurz – Das Problem war der Abgastkandal?

00:27:09: Ja, das war der Abgastkandel so.

00:27:13: Und das war etwas wo ich gesagt habe….

00:27:18: Da sind gute Chancen!

00:27:21: das zu entwickeln.

00:27:22: Und als ich, wie gesagt, wechselte und mein Abschiedsgespräch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, der aufsichtsrat bestellt ja den Vorstand und die Vorstandsmitglieder hatte, sagte er so lächeln zu mir es war ein Experiment für uns beide also für das Unternehmen und für mich.

00:27:45: Aber es ist doch geglückt.

00:27:47: Und das fand ich ganz toll!

00:27:50: Das hat mich natürlich sehr gefreut, dass man das so gesehen hatte.

00:27:53: Jetzt haben Sie gerade gesagt, so ganz anders als so ein Kabinett ist das gar nicht im Vorstand.

00:27:59: Trotzdem jetzt ich als wirklich komplette... also mich interessierte sehr weil ich da überhaupt keine Einblicke habe.

00:28:05: Können sie trotzdem sagen zurückblickend hab' ich dann doch noch mal was ganz Neues gelernt?

00:28:09: Ja und was?

00:28:12: Bezogen jetzt auf die Vorstandstätigkeit.

00:28:16: Erstens, es war dann immer sehr intensive Beratung unter allen Vorstandsmitgliedern sehr gut vorbereitet wo auch Leute ran geholt wurden.

00:28:31: Also jetzt Experten, die auch noch mal im Vorstand reden durften und was erklären durften usw.

00:28:39: Es war sehr häufig eine offene Situation also nicht so groß mit vorgesprächen oder so sondern das war wirklich so.

00:28:47: Dauerte mindestens ein Tag.

00:28:49: Also eine normale Vorstandssitzung meine ich.

00:28:53: Und was ich auch gut fand bei allen Ja, Kappellein.

00:29:00: Durchaus auch Ränke spielen was so ... Blick nach oben kann ich Nachfolger vom und so werden.

00:29:10: Aber geeint hat die wirklich alle.

00:29:13: das ist bei meiner Erfahrung muss nicht überall sein Das Ziel gut voranzukommen Erfolg zu haben mit den Produkten usw.

00:29:21: Und deshalb also auch diese intensiven Gespräche, die ich so aus dem Kabinetten nicht kannte.

00:29:28: Die Arbeitsebene ist vorgelagert.

00:29:31: Ja, und natürlich habe ich ja über Mitbestimmung komoviert.

00:29:37: Also ich bin nun wahrlich keine Egnerin von Mitbestimmung und man kann alles auflösen in kleinere Bereiche und so.

00:29:45: Und dann kann jeder irgendwas verwirklichen.

00:29:47: Und Vielfalt ist auch was Gutes.

00:29:49: das will ich nicht sagen aber Ich fand schon faszinierend und auch gut um um selbst bestimmte Sachen umzusetzen.

00:30:00: Daimler war ein sehr zentralistisches Unternehmen, also wo die Spitze wirklich bis nach unten durchgehen so dass ich was den Aufbau meines Bereichs.

00:30:16: Das war ja auch ein neuer Vorstandsposten, das musste ich ja inhaltlich auch füllen und war das schon gut!

00:30:23: Ich wusste wer wo in der Welt saß.

00:30:27: Ich hatte bis auf den Pfennig oder den Cent nachgucken können was die wie deren Finanzsituation also in meinem Bereich war und ich konnte intervenieren.

00:30:44: Also ich konnte vorgeben und ich konnte intervenieren.

00:30:49: Ich kann mich erinnern, wir hatten zwei Fälle wirklich hervorragender Frauen in der Leitung des Rechts- und Komplexbereichs in Südamerika und die wurden mächtig kaputt gemacht von Männern, die das nicht ertragen konnten dass da die Frauen voran stammen.

00:31:10: Und nun soll man nicht gleich hingehen und die Frauen beschützen, weil das dann auch so ist unter den Modelliern.

00:31:18: Die können es ja nicht alleine durchsetzen.

00:31:20: Die sind ja in Minderbemitteln, da musste von oben jemand kommen.

00:31:24: also muss man da auch vorsichtig damit umgehen und taktisch auch entsprechend.

00:31:29: aber da direkt eingreifen zu können und sich den vorzuknöpfen in der gesamten Niederlassung da uns sagen wir mal zu Jungs dass ich gucke da drauf und so was läuft hier nicht bei uns.

00:31:47: Das war schon gut, also die Vorteile eines solchen zentralistischen Systems fand ich jedenfalls beim Aufbau meiner Aufgabe, die ich da hatte, schon ganz

00:32:05: wichtig.".

00:32:05: Man kann eigentlich sagen... Also das finden wir mal vor Augen, da geht es einfach auch um Macht.

00:32:11: Natürlich sind das Machtspiele auch!

00:32:14: Ist aber nicht schlecht.

00:32:15: also ich gehöre zu denjenigen die nicht sagen ihr geht, ihr geht still mit Macht nichts zu tun haben nur Friede Freude Eierkuchen und so... sondern es ist schon wichtig macht in der Hand zu haben um was verändern zu können.

00:32:28: Ja, ja.

00:32:28: Ich hab das nur auch noch mal gesagt um es in Erinnerung zu rufen weil natürlich auch die Vorstände das Problem haben oder wir beobachten dass da sehr wenig Frauen hingelangen.

00:32:38: Das ist wirklich einfach.

00:32:38: nur nochmal zum Festhalten das sind eben Positionen wo man potenziell große Macht hat.

00:32:43: und gerade wenn es so große Konzerne sind die ohnehin eine große Macht haben Nur als Reminder an uns Frauen Warum das auch wichtig ist dass diese Position nicht nur von Männern besetzt werden.

00:32:56: Hallo, natürlich ist das wichtig.

00:32:57: Auch da hat sich es nicht so weit entwickelt wie man es sich wünschen würde aber hat es ja doch ganz schöne Schübe gegeben.

00:33:04: ich weiß als ich da vorständin wurde da war der Blätterwald voll weil nicht nur einzige bei vw und soweit also des gab's halt zu der Zeit noch erheblich weniger als heutzutage.

00:33:17: also heutzuthage finden sehr in Vorständen durchaus Leute.

00:33:20: uns hat sich da auch was entwickelt Und es geht natürlich auch um Überwindung von Rollenklischees.

00:33:27: Also Frauen wird da weniger zugetraut, also das sind Mechanismen die Kennzeichen sind von kulturellen Strukturen, die wir Schritt für Schritt überwinden müssen.

00:33:42: und je mehr Frauen in solche Positionen natürlich kommen, desto besser ist es.

00:33:46: Es stimmt schon Gremien mit mehr als einer oder zwei Frauen besetzt sind, sind für alle vorteilhafter.

00:33:56: Für die Frauen weil sie auch nicht gar nicht inhaltlich unterhaken aber sich selbstverständlicher fühlen und für Männer glaube ich auch.

00:34:12: Jedenfalls aus den Reaktionen, die ich kennengelernt habe im Umgang mit Männern, die in der Mehrheit waren aber die durchaus die Fähigkeiten saßen dann Einsichten zu haben und sich denn auch anders zu verhalten.

00:34:32: Ich meine rausgehört zu haben dass das eine sehr spannende Aufgabe noch mal in der Privatwirtschaft war also diesen Bereich Recht Compliance im Unternehmen aufzubauen.

00:34:42: Und ich gehe davon aus, dass sie dann auch mit einer hohen Motivation nach einigen Jahren zu VW gewechselt sind da auf eine veränderte Konzernstruktur oder eine andere Konzertstruktur noch mal getroffen sind.

00:34:53: das haben Sie schon erzählt und wie auch immer jedenfalls es hielt nicht lange.

00:34:59: Und sie sind glaube ich nach zwölf- dreizehn Monaten ja auch dort wieder herausgetreten Und haben eine Abfindungszahlung erhalten, die medial sehr großes Interesse erzeugt hat.

00:35:15: Das waren – je nachdem wir haben so ein bisschen gelesen – zwölf bis fünfzehn Millionen Euro geistert oder so durch die Berichterstattung und sie sind da sehr viel angegangen worden gerade auch von Sozialdemokraten aus dem Bereich der Gewerkschaften.

00:35:28: das ist ja jetzt ein bisschen her.

00:35:29: wie blicken Sie denn heute darauf?

00:35:33: Es war keine leichte Zeit.

00:35:37: Ich bin ja ausgeschieden, weil ich gesagt habe, ihr haltet euch nicht an den Vertrag.

00:35:44: Den ich mit euch geschlossen habe und bestimmte Dinge kann ich halt nicht verantworten die nicht umgesetzt werden.

00:35:53: Wie reagiert man darauf?

00:35:55: Also alles war so und so nicht richtig.

00:35:59: Es war auch keine Abfindung sondern es war also die Summe war schon viel zu hoch, aber es waren unter zehn, aber Millionen davon die Hälfte eigentlich Erworbenes und beim Wechsel mir zugesagt das von VG.

00:36:23: Ich war ja über fünf Jahre bei Deiner.

00:36:26: Und dein Lachen hatte sogenannte Fentrum-Shares, die man als Bonus kriegen konnte oder nicht, je nach Höhe?

00:36:36: wie man die Leistung bewertet hat im Unternehmen oder der Aussichtsrat ist das ja.

00:36:43: Fantomschers bedeutet, man scherz heißt Aktie und Phantom versteht man was bedeutet?

00:36:51: Man kriegt den nicht gleich gegeben sondern man muss drei Jahre warten und dann werden sie realisiert.

00:37:00: so und dann können Sie sich vorstellen fünf Jahre also ich musste jetzt erstmal.

00:37:06: Also ich hatte nach den ersten drei Jahren richtig die erste, denn sie so wollen Ausschüttung.

00:37:15: Und ich hatte noch drei Ausschüttingen, die noch nicht realisiert waren bei Daimler als ich wechselte und da war VW so und hat gesagt ja gar kein Problem das übernehmen wir.

00:37:31: also Sie sollen ja darunter leiden und das mir Daimler, dass nicht mehr auszahlt ist.

00:37:38: Ja klar!

00:37:38: Wenn ich auf meinen Wunsch gehe so und das wurde mir... Das war die Hälfte dieser Sommer.

00:37:46: So übertragen, wenn sie so ein übertragendes Geld und die zweite Hälfe war eigentlich, dass ich gesagt habe Nicht Ich hab Verträge gebrochen sondern ihr Und ich kann und will nicht mehr weiter hier arbeiten.

00:38:03: Und das betraf meinen Vertrag, die ganzen Diskussionen.

00:38:08: natürlich hätte ich argumentieren können und sagen können, sag mal was wollt ihr eigentlich?

00:38:13: auch über Manager-Gehälter wurde da ja noch mal geredet?

00:38:16: Ich habe gesagt, bevor ich zum Vorschön habe immer gesagt, über die Höhe von Manager- und Vorstandsgehältern kann man durchaus reden!

00:38:28: Ich halte es auch nicht unbedingt für angebracht.

00:38:30: Aber es war so, als ich zu Daimler kam und dann vorstellig wurde beim Aufsichtsratsvorsitzenden.

00:38:41: Und wir haben uns unterhalten und dann sagte er was sind denn Ihre Vorstellungen?

00:38:50: nicht höhen, aber dass ein Vorstand bei ihnen sicherlich erheblich mehr verdient als einen Bundesverfassungsrichter.

00:39:01: Alles in allem wenn sie eine Frau in ihren Vorstand und dann für ein neues Vorstandsrestaurant, die soll auch erfolgreich sein und das durchsetzen.

00:39:09: Dann dürfen Sie der nicht weniger geben als den männlichen Vorstandsmitgliedern denn sonst sind sie als Frau so und so durch!

00:39:16: Denn dort wird Prestige und Macht am Geld gemessen.

00:39:21: Was haben Sie gerade gesagt?

00:39:23: Das war keine ganz leichte Zeit, sozusagen das Ausscheiden aus Verwehen und vor allem die Reaktionen, die sie dann erhalten haben.

00:39:28: Wenn man ihre Karriere aber insgesamt anguckt, dann wirkt der, wer sie jetzt durchgegangen bekommt zum Ende sehr reibungslos, nahtlos so als wären Sie einmal die Leiter nach oben gefallen.

00:39:38: Deswegen ist es mir in Anliegen nochmal zu fragen weil ich mir vorstellen kann dass da ganz viel unsichtbar ist.

00:39:43: Gab's denn auch Momente wo sie selber das Gefühl hatten?

00:39:46: eine große Herausforderung oder vielleicht auch Momente Rückschläge, Momente der Frustration die eben wenn man jetzt drauf blickt einfach nicht sichtbar sind.

00:39:56: Aber wo sie jetzt sagen ne es war nicht so wie's aussieht das war nicht nur glatt.

00:40:01: Nein ich hatte ja schon gesagt oder davon erzählt dass sich bestimmte Sachen auch abgelehnt habe Das zum Teil durchaus auch mit einem tränen Auge.

00:40:12: Ich habe ja in Hamburg sowohl mein zweites Examen gemacht, als auch Baden hatte Lehraufträge im Fachbereich einstufige Juristenausbildung.

00:40:23: Und dann kriegte ich von Manfred Weiß dem Arbeitsrechtler der dort war, der kriegt den Ruf nach Frankfurt und hat mich gefragt, ob ich mitkomme?

00:40:35: Alles d'accord!

00:40:38: Dann kriegste ich unter anderem Auch die Frage, weil ich damals schon relativ viel veröffentlichten hatte auch auf Gleichberechtigung und so weiter, kriegte sich eine Nachfrage auf eine neu geschaffene Professur in der Uni Bremen.

00:40:56: Ob ich mich da bewerben wollte?

00:40:58: Und könnte... Ich muss sagen, ihr hätt' dich gerne gemacht!

00:41:03: Fand ich sehr reizvoll.

00:41:06: aber jetzt war mein Mann umgezogen jetzt unser erstes Kind und ich habe gedacht, jetzt wieder nach Bremen.

00:41:19: Also was mutest du den anderen zu?

00:41:21: Und das war abgesehen davon dass es noch nicht geklärt war ob ich die Stelle bekommen hätte.

00:41:27: Aber da habe ich von vornherein gesagt ne tut mir leid Das kann ich nicht.

00:41:32: uns hat mir auch Leid getan.

00:41:35: Ich hab mich beworben Da bin ich auch jung Die erste rot-grüne Regierung unter Helga Birner, die haben so eine landesweite Frauenbeauftragte installiert.

00:41:56: Also danach kam dann die erste Ministerin und das fand ich schon spannend.

00:42:02: Und dann habe ich mich darauf beworben.

00:42:04: Ich bin auch in die Endrunde... Gespräche gekommen, sag ich jetzt mal.

00:42:09: Und dann wurde mir aber mitgeteilt ja war das ein ganz netter Auftritt, aber wir nehmen doch noch eine andere.

00:42:18: War ich auch bitter enttäuscht weil ich das gerne gemacht hätte?

00:42:23: Aber die Entscheidung war völlig richtig.

00:42:25: also auch wenn sie mich enttäuscht hat... Also es gab dann schon so bestimmte Sachen wo mit dem einen oder anderen geliebäugelt habe und das klappte dann nicht.

00:42:46: Aber ich hab halt auch, wie ich gesagt habe, auch Glück gehabt und ich habe um es zum Anfang zu kommen nie eine Karriereplanung gemacht.

00:43:02: Das hat mir sehr geholfen auch über bestimmte Durchstrecken wegzukommen.

00:43:08: Das Leben ist so vielfältig und so zufällig auch zum Teil, dass man das nicht machen sollte.

00:43:14: Sondern man sollte sich versuchen lieber auf sich selbst zu besinnen.

00:43:18: Zu sagen, auch kritisch was kannst du nicht?

00:43:21: Was kannst du?

00:43:22: Musst dein Licht auch nicht unter einen Shuttle stellen aber auch nicht dauernd rumrehen und sagen ich bin die größte und wie auch immer Und Versuch deine Arbeit gutzumachen noch besser zu machen dann findest Du Befriedigung Und dann kann dir eigentlich wenig passieren.

00:43:42: Dann kannst du auch immer wieder Arbeit finden, so war jedenfalls meine Einstellung.

00:43:52: und deshalb keine Karriereplanung sondern Augen auf ihn.

00:43:57: Fast ein gutes Schlusswort!

00:43:59: Ich denke auch, das ist doch eigentlich schon eine ganz schöne Perspektive und wir haben ja heute von Ihnen gehört dass es eine außerordentlich vielfältige und spannende Karriere war die Sie gemacht haben.

00:44:08: Wir haben gehört, dass sie die Kunst lieben.

00:44:10: Das kam an der einen oder anderen Stelle durch.

00:44:12: Wir wissen, Sie sind auch ganz gut reich aus der ganzen Angelegenheit jedenfalls aus der Privatwirtschaft hervorgegangen.

00:44:19: wie verbringen Sie denn damit jetzt heute Ihren Ruhestand?

00:44:23: Das war nicht ganz so einfach.

00:44:24: Also von, ich sag mal gerade bei VB das waren nicht nur hundertundachtzig sondern das war eher dreihundertsechzig was Tagung und Sitzung betraf Und ich bin jetzt nicht jemand die Arbeit scheut Aber das war schon wenn sie morgens um acht Uhr oder halb acht anfangen und um zwölf Uhr immer noch nicht fertig sind und dass Sie tag für tag dann seht das schon und dann ist es Von ein tach aufeinander null zu haben schon etwas, wo sie etwas irritiert sind.

00:44:55: Abstrakt machen Sie sich immer Gedanken was man da nachmachen kann aber so konkret habe ich das nicht gemacht.

00:45:00: und in der Situation das war ja auch etwas wo ich gesagt hab du kannst es nicht länger machen Ich hatte nicht auf längere Zeit für BVW eingestellt.

00:45:09: also ich habe auch gekämpft und ich wusste auch Kompromisse zu schließen und so weiter.

00:45:14: Aber wenn irgendwie wenn sie mir im Kopf nicht mehr durch die Wand kommen dann müssen Auch unter Selbstschutz sagen, wenn ich was nicht vertreten kann, dann möchte ich auch dafür nicht verantwortlich gemacht werden.

00:45:27: Deshalb, weil die sagen ja hätten sie doch etwas machen

00:45:30: müssen.".

00:45:31: Also saß ich dann relativ unvorbereitet da und mit dem Trubel hatte ich dann zu tun jedenfalls emotional.

00:45:40: Ich kann mich einfach so rumsetzen – das geht nicht!

00:45:43: Und deshalb habe ich ehrenamtliche Aufgaben übernommen.

00:45:49: Erst mal macht, dann kommt immer wieder jemand der sagt könnten sie nicht auch und so weiter.

00:45:54: Derzeit beschäftige ich mich aber im Abschluss.

00:45:57: jetzt nächste Woche glaube ich übergeben wir den Abschlussbericht der Universität Tübing mit Primatenforschung.

00:46:05: Ja da sind auch verfassungsrechtliche ethische Fragen in die Rolle spielen und wir sind eine bunt gemischte Kommission Ach so eine Ethik-Kommission?

00:46:15: Also wir sollen halt alles aufarbeiten, was es so gibt oder sollten.

00:46:19: Alles aufarbeiten und dann uns angucken die Forschung in Tübingen Und die diskutieren gerade ob das bleiben soll erweitert soll oder eingestellt werden soll So und ihnen dann Empfehlungen zu geben.

00:46:33: und da müssen sie sich natürlich reinknien in die Materie.

00:46:36: aber ich fand es spannend.

00:46:37: Aber dass ist nicht allein.

00:46:39: Ich habe mehrere solche Kommission jetzt gemacht Stiftungsratsvorsitzender, wie gesagt.

00:46:46: Die Amadeo Antonio-Stiftung ist dabei eine.

00:46:50: Dann die Einstandsstiftung macht auf Spaß das zu machen.

00:46:54: Das ist alles ehrenamtlich.

00:46:56: Da bin ich auch ehrenamtlich und stecke nicht nur aber auch da viel Geld rein.

00:47:02: Das sind die Anlaufstelle für straffählig geworden Frauen in Frankfurt.

00:47:07: Eine Einrichtung damals gegründet von Helge Heinsele Und ich kenne die Einrichtung schon seit Langem.

00:47:14: Das ist eine, die immer Geld braucht.

00:47:18: Da wird sehr gute Arbeit geleistet und was sich in Rückfallquoten auch niederschlägt kann man sagen.

00:47:26: So und das sind so Punkte bis hin zu Rotwege halten, sich für Parität engagieren.

00:47:35: also insofern brauche ich sowas auch.

00:47:38: Also ich reise dann auch mehr als früher wo ich ja im Prinzip keinen Urlaub hatte.

00:47:43: Sie haben dann keinen Urlaubsanspruch, sondern sie können sich auch schon in einem Bundesverfassung zugehen.

00:47:49: Sie können sich dann frei nehmen.

00:47:52: wenn das länger als drei Tage ist müssen sie das anmelden und natürlich mich in Sitzungswochen usw.

00:47:58: Und sofort teilen sie sich ihre Eigenarbeit ein.

00:48:03: Ich habe nie!

00:48:05: in den ganzen Jahren die dreißig Tage oder so um Gottes willen.

00:48:09: Also ich bin vielleicht insgesamt auf drei Wochen bekommen im Jahr, also drei Arbeitswochen.

00:48:18: So das kann ich jetzt ein bisschen mehr aber ich gehöre nicht zu den überall reisenden oder ständig reisende Rentnerinnen.

00:48:28: Klingt absolut nicht nach Ruhestand, aber klingt auch gut.

00:48:33: Ja doch sie können sich ja aussuchen.

00:48:35: also ich meine meine Tätigkeiten... Ich hatte ja das Privileg und das Glück die auch aussuchen zu können, aber es ist schon was anderes so und Sie können auf nein sagen!

00:48:45: Es gibt ja also meinetwegen in der Politik oder auch in der Wirtschaft wenn dann Anforderungen sind und gesagt wir können sie nicht mal oder so da können sie Auch wenn sie es wollten, nein sagen sondern sagen okay muss ich machen.

00:49:00: Das kann ich jetzt machen.

00:49:01: Ich kann sagen da gehe ich hin oder will ich nicht hin?

00:49:05: Find' ich super Schlusspunkt.

00:49:07: weil was ich mitgenommen hab aus dem Gespräch ist eben dass die vorher... eher ja gesagt haben zu den Chancen, die sich geboten haben in ihrem Lebensweg und dass das vielleicht auch so der Rat ist.

00:49:17: Den wir hier mitnehmen können für die jüngeren Kolleginnen und Kollegen also nicht planen.

00:49:21: man kann es vielleicht einfach nicht plann aber die chancen die sich bieten ergreifen den Mut haben sie zu ergreiven und sich dann dort auch zu behaupten.

00:49:30: insofern vielen dank für das gespräch sehr gerne zwar sehr erkettenfreich Absolut, und wir hätten auch wie immer noch unsere Rubrik der feministischen Fundstücke.

00:49:43: Feministische Fundstücken!

00:49:51: Ich habe zwei mitgebracht wobei ein Fundstück noch nicht mal von einer Frau kommt sondern eine Gemeinschaftsarbeit von zwei Männern.

00:50:04: Aufregend aufregend Aber es gibt auch noch eine Frau.

00:50:10: Ich fange mit den beiden Männern an, das ist Karel van Scheik und Kai Michel.

00:50:14: Der eine ist Verhaltensforscher und Evolutionsbiologe.

00:50:19: Und Kai Michel ist ein Historiker- und Literaturwissenschaftler.

00:50:23: Die haben ... ich bin in einer Zeitschrift der Max Planck Gesellschaft auf das Werk gestoßen.

00:50:31: Es ist auch schön dick!

00:50:33: Das heißt die Wahrheit über Eva Und unter Titel die Erfindung der Ungleichheit von Frauen und Männern.

00:50:40: Ich würde es vielen Frauen ans Herz legen, weil es ist ja so, dass sich Frau immer mal wieder die Frage steht, warum ist das eigentlich so?

00:50:49: War das schon immer so?

00:50:51: Uns wird auch die Leidensgeschichte der Frauen erzählt.

00:50:55: Wie kamen das?

00:50:56: Warum haben sich Frauen wogegen nicht aufgelähnt?

00:51:01: Manche haben's ja usw.

00:51:03: Die beiden haben sich auf den Weg gemacht, die Evolutionsgeschichte auch nachzuzeichnen und den ideologischen Diskurs.

00:51:13: Also von Ungewährheit ist es die Wahrheit über Eva.

00:51:17: also sie behandelt natürlich aus wie die Kirche dieses Kapitel des alten Testaments interpretiert hat und zeigen wie es auch andere Interpretationen gab.

00:51:29: Sie sagen von der Evolution her ist der Abschnitt, der Unterdrückung der Frauen und sie gehen dafür auch erklären warum das dann so kam.

00:51:37: Nur ein kleiner im Verhältnis zuvor her und das hat auch nichts mit Körperstärke und sonstigen zu tun.

00:51:45: Da hatten wir ganz anderen Dingen.

00:51:46: ich will jetzt nicht verraten, aber das ist so ein spannendes Buch Mut und erklärt viele Dinge.

00:51:56: Und stellt viele Frauen vor, die in ihrem jeweiligen Jahrhunderten auch für Frauen und für Freiheit und so weiter gekämpft haben, dass ich es nur empfehlen kann.

00:52:07: Es ist dick!

00:52:09: Es ist durchaus ein wissenschaftliches Buch aber es ist auch gut geschrieben und spannend geschrieben.

00:52:14: also Männer können da auch was und wenn sie etwas für Frauen tun finde ich sollte man sie auch loben.

00:52:21: Das klingt sehr gut, dann dürfen Sie auch ein Fundstück sein.

00:52:23: Finde ich auch!

00:52:26: So.

00:52:27: und die andere ist eine, die auch in der letzten Zeitschrift des Juristinnenbundes einen Interview gegeben hat wie Samira Akbarian und ich habe dieses Interview gelesen und hab gedacht, hm?

00:52:45: Und haben mir das Buch bestellt und hab's gelesen.

00:52:48: Recht brechen, unheimlich spannend unheimlich tolles Buch.

00:52:53: Und wie sie schon selbst in dem Interview darauf hingewiesen hat, gibt sie natürlich nicht direkt solche Ratschläge in den Buch sondern sie entwickelt da ja ihre Theorien.

00:53:06: sage ich jetzt mal es ist hervorragend auch als Anleitung für Frauen weil sie darauf hinweist was für Sie ein Recht brechen zur Wie sie sagt, Interpretation der Verfassung ist.

00:53:21: Also hin zum Positiven entwickelt, dass ihr Hinweis auf die Kämpfe der Frauen um das Wahlrecht und gegen ihre Diskriminierung.

00:53:32: Wo sie sagt auch dort wurde Recht gebrochen aber zu einem Positiv.

00:53:37: Es ging um die Verwirklichung von Freiheit Gleichheit usw.

00:53:43: Und ich finde, das sollten wir uns bei dem Thema Parität-Gleichberechtigung in den Parlamenten auch mehr auf die Farben schreiben.

00:53:53: Also wir müssen uns natürlich weiter schärfen unsere Argumentation auch in der verpassungsrechtlichen Art und Weise um dagegen zu halten gegen die Argumente, die es da gibt.

00:54:04: aber wir müssen auch davon mal weg sagen Nein!

00:54:08: Das Recht so wie es ist diskriminiert Frauen.

00:54:12: Lässt Frauen nicht das realisieren, was eigentlich das Grundgesetz den Frauen zugesagt hat.

00:54:20: und deshalb müssen wir das machen.

00:54:22: und deshalb geht es nicht um Rechtbrechen in diesem Sinne sondern es geht um eine verwirklichung durch anderes neues Recht.

00:54:32: so und das finde ich so ne Perspektive die von ihrem Buch, und das ist nicht so lang.

00:54:41: Und es auch kurzweilig geschrieben durchaus ausgehen kann als Motivationsschub.

00:54:49: Ja sehr schön!

00:54:50: Das ist ein tolles Fundstück.

00:54:51: Letzteres unterstreiche ich auch.

00:54:52: Ich habe es auch gelesen und schätze diese Form der feministischen Rechtskritik sehr die da ja auch aufscheint wie sie beschrieben haben Frau Dr.

00:55:00: Humandenn hat, haben Sie vielen Dank für das Gespräch?

00:55:02: Vielen Dank auch für die Fundstücke!

00:55:04: Wir sind immer gespannt und freuen uns auch immer über neue Dinge – und werden vielleicht erwägen, auch Männer zu

00:55:09: lesen?!

00:55:10: Jaaa….

00:55:11: wir denken darüber nach!

00:55:14: In diesem Sinne haben sie vielen Dank und wir freuen uns wenn alle die Zuhören nächstes Mal wieder dabei sind!

00:55:20: Gerne!

00:55:21: Ich auch!

Über diesen Podcast

„Justitias Töchter. Der Podcast zu feministischer Rechtspolitik" ist eine Produktion des Deutschen Juristinnenbunds e.V. (djb). Selma Gather und Dana Valentiner sprechen einmal im Monat über feministische Themen im Recht und mit Frauen über Recht. Im Fokus stehen rechtspolitische Forderungen sowie aktuelle Entwicklungen in Rechtsprechung und Gesetzgebung zur Gleichberechtigung der Geschlechter. Wir ordnen ein, erklären und analysieren: Ein Podcast für alle feministisch und rechtspolitisch Interessierten - ausdrücklich auch für Nicht-Jurist*innen!
Alle angesprochenen Stellungnahmen und Pressemitteilungen des djb sind hier abrufbar: https://www.djb.de/presse

Moderation: Dr. Selma Gather, Prof. Dr. Dana-Sophia Valentiner
Redaktion und Schnitt: Dr. Selma Gather, Prof. Dr. Dana-Sophia Valentiner, Amelie Schillinger, Zeynep Yirmibesoglu
Musikalisches Intro: Dr. Inga Schuchmann

von und mit Deutscher Juristinnenbund e.V.

Abonnieren

Follow us